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Aktuelles

Etymologie:

Immer wieder geht es in den Kommentaren zu einzelnen Wörtern im Mitmachwörterbuch auch um die Wortherkunft. Dabei werden immer wieder alte etymologische Legenden erzählt, die weit verbreitet sind. Diese Wortgeschichten sind oft sehr phantasievoll, dabei aber auch oft falsch. In Zukunft sollen solche Geschichten im Mitmachwörterbuch an geeigneter Stelle gesammelt und kommentiert werden. Die Redaktion arbeitet schon an einem Konzept.

Wer sich für solche Wortgeschichten interessiert, dem sei vorab schon einmal eine Neuveröffentlichung der Sprachabteilung empfohlen:

Peter Honnen: Alles Kokolores? Wörter und Wortgeschichten aus dem Rheinland. Greven-Verlag Köln 2008.

 

Tipp:

Zwar hat die Wörterbuchredaktion das einjährige Jubiläum des Mitmachwörterbuchs verschlafen, dafür hat aber der Westdeutsche Rundfunk daran gedacht. Die Hörfunkredaktion von WDR 5 hat zu diesem Anlass ein kleines Quiz ins Netz gestellt, mit dem man sein regiolektales Wissen testen kann. Für die Bearbeiter des Wörterbuchs dürften die Fragen kein Problem sein. Zu finden ist das Online-Quiz unter:

http://www.wdr.de/themen/_phpinclude_/quiztool2/index.php?qid=518

 

Aktuelle Zahlen:

(Stand 1.1.2009) Seit der Onlinestellung am 28. Januar 2007 sind etwa 8400 Einträge eingegangen. Dabei sind  Kommentare und Wortvorschläge zusammen gezählt worden.

Von diesen Einträgen blieben 2900 unberücksichtigt, weil sie reine Mundartwörter betrafen (siehe unten). Weitere 800 konnten nicht eingearbeitet werden, weil sie entweder Doppelnennungen oder nicht verifizierbar waren. Nicht verifizierbar bedeutet, dass entweder die Bedeutung eines vorgeschlagenen Wortes nicht angegeben oder nicht zu ermitteln war, eindeutige Missverständnisse vorlagen (etwa wenn Nicht-Rheinländer falsche Zuordnungen versuchten) oder eindeutig Nichtrheinische Varianten vorgeschlagen wurden.

Bei den verbleibenden 4700 Einträgen hält sich das Verhältnis von Kommentaren zu neuen Vorschlägen in etwa die Waage.  

 

Mundartwörter und Mitmachwörterbuch

Obwohl das Mitmachwörterbuch kein Mundartwörterbuch ist, lassen sich doch viele dialektale Einträge finden. Dies betrifft in der Regel jedoch nur Mundartwörter, die auch in der Umgangssprache von Nichtmundartsprechern benutzt werden. Beispiele sind usselich, fisseln, dröch oder brasseln. Hier sind Mundartwörter zu Elementen der Umgangssprache geworden.

Allerdings sind bislang auch schon 2000 "reine" Mundartwörter vorgeschlagen worden, die nicht in ein umgangssprachliches Wörterbuch gehören, weil sie ausschließlich in dialektalem Kontext zu hören sind. Das sind Wörter wie: Morreploog (altes Fahrrad), Mösch (Spatz), Schaffur (Kohl), Helpen (Hosenträger), Worbele (Waldbeeren), Kätteplüsch (Löwenzahn), Mirl (Amsel), Rekeliiser (Schürhaken), Spruute (Rosenkohl), möngchesmoos (mundgerecht) oder Modwurmsknüpp (Maulwurfshügel).

Diese Mundartwörter sind bislang lediglich gesammelt worden. Und es werden täglich mehr. Man könnte diese Liste, über deren Zukunft in der Redaktion intensiv nachgedacht wird, auch als eine Sammlung der beliebtesten oder "typischsten" rheinischen Mundartwörter interpretieren. Eine kleine Auswertung dieser Sammlung, die überraschende Ergnisse zeigt und die sich nicht nur an Mundartsprecher richtet, finden Interessierte hier.

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