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Dilldopp

Dülldopp, Dilldapp, Dilldöppchen kleines, lebhaftes Kind Dat is vielleicht en Dilldopp, dat Kleen. Der kann sich driehe wie ne Dilldopp. (schnell Drehen können, z.B. beim Tanzen).
Die Hauptbedeutung "Kreisel, Aufziehkreisel" hört man in der rheinischen Umgangssprache heute noch im südlichen Rheinland.

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Bearbeiter: Klaus Wrobel (Kirchheim-Teck), Horst Küppers (Langenfeld), Bernhard K. Mux (Köln), Lieselotte Marong (Bonn), Johannes Schmitt (Plaidt)

Kommentare

08.08.2007, 11:33 Uhr
Hans-Josef Rosenbaum
Bonn
Der Dilldopp war bei uns in Düren "en Knur". Herkunft des Wortes kenne ich nicht, aber das war genau das gleiche und wurde auch mit einer Peitsche angetrieben

09.07.2007, 12:38 Uhr
Monika Feinen
Hürth
Ich kannte das nur als "Dilledöppchen" (mit zusätzlichem "e"). In meiner Kinder-Vorstellung war das so was wie ein kleiner Kobold, der durch die Gegend springt. Mag sein, dass sich da die Bedeutung "Kreisel" und "lebhaftes Kind" miteinander vermengt haben...

07.07.2007, 15:32 Uhr
Josef Jetten
WiIdenrath
Weil nach dem Krieg so ein Dilldopp selten und teuer war, wurde an einer leeren großen Garnspule an einer Seite die Platte entfernt und der Schaft an dieser Seite spitz zugeschliffen. In die Öffnung des Schaftes wurde ein passendes Rundholz eingetrieben und verleimt. In die Spitze wurde dann ein Nagel mit einem kugeligen Kopf eingeschlagen. Fertig war der Dilldopp. Dann wurde die Schnur der Schmeck (Peitsche) auf den Dilldopp gewickelt, der Dilldopp auf den Boden gesetzt, mit einer Hand festgehalten und die Schmeck ruckartig weggezogen. Sobald der Kreisel sich drehte, wurde er mit der Peitschenschnur geschlagen. Das führte dazu, dass der Dilldopp bei jedem Schlag mit Schmeck neuen Schwung bekam und sich so lange drehte, wie er geschlagen wurde.

09.03.2007, 16:01 Uhr
Hans Dekker
Grevenbroich/Hemmerden
Bei uns nannte man den Kreisel aus Holz, Hülldopp

25.02.2007, 16:39 Uhr
Christel Lössl
Pulheim
Noch ein Zusatz: In der Redensart: "Es geht wie am Döppche", also: " wie geschmiert" kommt auch der "Dilldopp" vor...

16.02.2007, 22:44 Uhr
Christel Lössl
Pulheim
Aus meiner Kinderzeit (im Krieg und kurz danach) kenne ich den Dilldopp noch als kleinen Holzkreisel. Er war, als er neu war, himmelblau und hatte oben eine goldene! Einbuchtung, in die man den Daumen legte, wenn die Kordel der "Schmeck", der Peitsche, um die ringsherum laufenden Rillen gewickelt war. In der Spitze des Kreisels war ein Nagel eingeschlagen,damit er gut lief. Nach einiger Übung wurde dann der Kreisel durch einen Ruck mit der Schmeck losgewickelt, und wenn man Glück hatte,drehte sich der Kreisel eine Weile, bis der Schwung zu Ende ging oder eine Fuge im Straßenpflaster ihn zum Umfallen brachte. Wir haben manchmal Wettbewerbe gemacht, wessen Dilldopp am längsten lief. Da aber höchstens zwei der kostbaren "Döppe" vorhanden waren, gab es dann natürlich nur zwei Wettbewerbteilnehmer. Ich erinnere mich, dass mein blauer Kreisel nach langem Gebrauch fast farblos war, das Gold war abgeblättert und der Nagel abgewetzt.


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