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Wort des Monats

Foto eines Fünfmarkstücks

Eigentlich ist er auch schon weg. Denn mit der DMark ist natürlich das Fünfmarkstück verschwunden, das nicht nur im Rheinland oft liebevoll Heiermann genannt wurde. Da in Euroland aus unerfindlichen Gründen keine Fünfeuromünzen geprägt werden, hat der Heiermann den Übergang in die neue Währung nicht überlebt. Einen Schein kann man eben nicht Heiermann nennen.

Doch nun scheint Rettung in Sicht! In der europäischen Zentralbank wird zur Zeit ernsthaft über die Prägung einer neuen Münze mit dem Wert fünf Euro nachgedacht. Befragungen haben nämlich ergeben, dass das Fehlen einer solchen Einheit in nahezu allen Ländern der Währungsunion bedauert wird. Auch wenn die bürokratischen Mühlen bekanntlich lange mahlen und der Heiermann völlig in Vergessenheit geraten könnte, besteht so zumindest Hoffnung, dass sich die Rheinländer irgendwann einmal beim Anblick der neuen Münze an ihn erinnern werden. Dann hört man vielleicht auch wieder Sätze wie: Hasse ma en Heiermann für mich? Dat kost nich mehr als en Heiermann. 

Vielleicht klärt sich dann auch die Frage, wo er denn eigentlich herkommt. Ob der Heiermann eigentlich ein Heuermann und damit eine Anzahlung auf den Lohn von Matrosen oder eine Übernahme aus der Gaunersprache ist und damit auf das jüdischdeutsche Zahlwort hei (fünf) zurückgeht, ist noch nicht entschieden.

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