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Wort des Monats

Bild einer brennenden Zigarette

Fluppe

Die Fluppe geht schweren Zeiten entgegen. An öffentlichen Plätzen ist das Rauchen bald überall verboten, und auch im privaten Rahmen hören Raucher und Raucherinnen immer öfter Kannste die Fluppe nich ma stecken lassen oder Mit der Fluppe gehsde aber gefälligst nach draußen. Immer mehr Parties finden deshalb auf Balkonen oder Terassen statt, wo sich selbst im Winter die eisenharten Raucher versammeln.

Natürlich ist die Fluppe kein exklusiv rheinisches Wort mehr. Mittlerweile nennt man die Zigarette in vielen Teilen Deutschlands so. Die Bezeichnung scheint allerdings ein rheinischer Export zu sein. Sie ist im Westen des deutschen Sprachgebiets gegen Ende des 19. Jahrhunderts zuerst aufgetaucht und hat sich von hier ausgebreitet. Das entsprechende Verb fluppen ist nicht so verbreitet, jefluppt, also geraucht, wird im Rheinland eher selten.

Woher das Wort stammt, ist eigentlich noch nicht geklärt, wie das bei vielen umgangssprachlichen Begriffen der Fall ist, die nicht so alt sind. In der Regel wird behauptet, Fluppe sei ein lautmalendes Wort, das den Ton wiedergebe, der beim Rauchen, also beim kurzen Öffnen und Schließen der Lippen entstehe. Das kann man glauben, muss man aber nicht. Übrigens ist auch die Zichte noch so ein ungeklärter Fall, ein anderes im Rheinland weit verbreitetes Wort für die Zigarette. Die Zichte ist mit ziemlicher Sicherheit im Ruhrgebiet oder im südlichen Münsterland entstanden, dort war sie schon in der Geheimsprache "Masematte" gebräuchlich. Aber auch hier hören die Raucher und Raucherinnen immer häufiger Mach bloß die Zichte aus!   

Das Bild wurde unter GNU-Lizenz für freie Dokumentation veröffentlicht; Quelle: Wikipedia

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